Kompetenz-Zentrum für Barrierefreiheit

der Rummelsberger Diakonie

Infos zum Standort

Die Fachkonferenz 2020 des Netzwerks

durchgeführt von capito Nordbayern, dem Kompetenz-Zentrum für Barrierefreiheit der Rummelsberger Diakonie.

Hier sind die Logos von capito, atmepo und nueva zu sehen.

Sie haben Lust auf eine Fortbildung?

Hier finden Sie unsere Schulungen.

Ab sofort auch online.

Programm

9:00 Uhr
Begrüßung

Moderation: Sabrina Weyh

Programm als barrierefreies PDF zum herunterladen


Foto: Ivo MayrFoto: Ivo Mayr

9:20 Uhr
Lasst uns endlich gut schreiben!
Sonst fördern wir weiter Populismus. Und scheitern in der digitalen Welt.

Markus Franz, Texter und Reden-Schreiber

Weitere Informationen

In der Schule und an der Universität lernen wir,
Texte auf immer gleiche Art und Weise zu schreiben.
Wir lernen nicht, einzigartig und kreativ zu schreiben.

Auch Computer schreiben Texte auf immer gleiche Art und Weise.
Deswegen können in Zukunft Computer viele Texte schreiben.
Der Mensch wird dann dafür nicht mehr gebraucht.

Andererseits sollen Texte gut verständlich sein.
Das ist sehr wichtig.
Denn viele Menschen verstehen komplizierte Texte nicht.
Nur gut verständliche Texte helfen Menschen, schwierige Dinge zu verstehen.
Das ist wichtig, damit alle Menschen gut informiert sind und eigene Entscheidungen treffen können.

Kurzer Lebenslauf

  • Er ist Jurist und hat das 1. Staats-Examen.
  • Er ist Journalist und hat unter anderem in leitender Funktion bei der Tageszeitung taz und bei der Tageszeitung Süddeutsche gearbeitet.
  • Er war Presse-Sprecher beim Deutschen Gewerkschafts-Bund.
  • Er war Diplomat in der Botschaft in der Stadt Washington in den USA.
  • Er ist Reden-Schreiber und hat unter anderem die Reden für den Kanzler-Kandidaten Peer Steinbrück geschrieben.
  • Seit 20 Jahren unterrichtet er Menschen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Sprache. Und seit Juni 2014 macht er das hauptberuflich

Webseite von Markus Franz www.redenschreibenwirken.de


Foto: atempo
Foto: privat

9:50 Uhr
Social Media für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Geht das?

Melanie Wimmer und Prisk Unsinn, atempo

Weitere Informationen

Die Kommunikation in und mit Social Media Kanälen ist für viele von uns mit Unsicherheit und vielen Fragen verbunden:

  • Wie geht das eigentlich?
  • Ist es nicht irgendwie gefährlich und schwer zu verstehen – erst recht für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen? 

Inkluencerin Melanie Wimmer und Psychologin Lisa Panzierer erzählen von ihren Erfahrungen aus erster Hand.
Sie sprechen dabei über Möglichkeiten und Grenzen der Kommunikation in Facebook, Instagram und Co.

Kurzer Lebenslauf Melanie Wimmer

Melanie Wimmer ist Expertin für Barrierefreiheit.
Sie arbeitet bei atempo.
Ihre Leidenschaft ist Facebook und Instagram.
Sie ist erfolgreiche Inkluencerin.
Sie macht sich für Teilhabe und Inklusion stark.

Kurzer Lebenslauf Prisk Unsinn

Priska Unsinn ist Trainerin und interessiert sich für Barrierefreiheit.  
Sie arbeitet bei atempo im Büro für Selbstvertretung.
Sie unterstützt Menschen mit und ohne Behinderung dabei für eigene Entscheidungen einzustehen. 
Ihr größter Traum ist eine Gesellschaft, in der Inklusion für Alle völlig normal und willkommen ist. 


10:20 Uhr bis 10:50 Uhr
Austausch mit Sprecherinnen und Sprechern

In dieser Zeit können Sie mit Herrn Franz oder Frau Wimmer und Frau Panzierer sprechen.
Sie können ihnen Fragen stellen.


10:50 Uhr bis 11:00 Uhr
Pause


Foto: Michael Bundscherer

11:00 Uhr
Gestaltung und Lesbarkeit von Texten. Ergebnisse aus der Design-Forschung

Sabina Sieghart, Design-Forscherin

Weitere Informationen

Zur Leichten Sprache gibt es schon ein paar wissenschaftliche Untersuchungen.
Zum Beispiel von Sprach-Wissenschaftlerinnen oder von Sozial-Wissenschaftlerinnen.
Zur Gestaltung und Lesbarkeit von Texten gibt es bisher noch keine Untersuchungen.

Frau Sieghart stellt in ihrem Vortrag Ergebnisse aus 2 aktuellen Untersuchungen vor. 
Die Untersuchungen befassen sich mit der Gestaltung und der Lesbarkeit von Texten.
In ihrem Vortrag zeigt sie Beispiele, wie man Texte besser gestalten kann.

Kurzer Lebenslauf

  • Bis 1999 arbeitet Frau Sieghart als Kommunikations-Designerin in München und New York
  • 1999 gründet sie ihr eigenes Design-Büro in München www.gestaltungsinstitut.de
  • Seit 2004 unterrichtet sie die Gestaltung von Texten und die Gestaltung von gedruckten Medien an der Fachhochschule in Salzburg.
  • Seit 2016 forscht sie zum Thema »Leichte Sprache und Gestaltung von Texten« an der Hochschule der Künste in Bern.
  • Sie arbeitet mit anderen Kolleginnen und Kollegen an einer DIN-Norm für Leichte Sprache.
  • Sie konzipiert und leitet Workshops im Bereich Gestaltung und Barrierefreiheit.

Foto: Daniel Georges

11:30 Uhr
Ob jung oder alt. Ob groß oder klein. Design muß für alle da sein.

Thomas Bade, Geschäftsführer vom Institut für Universal Design

Weitere Informationen

Wer hat sich nicht schon einmal geärgert?
…wenn der Verschluss Wasserflasche nur schwer zu öffnen ist?
…der richtige Beutel für den Staubsauger im Supermarkt nicht zu finden ist?
…die Schrift eine Produktbeschreibung zu klein geschrieben ist?
 
Ich ärgere mich fast täglich und bin deshalb ein großer Verehrer des Universal Design geworden. 
Universal Design ist eine weltweite Idee, um das Nutzen von Produkten (vom Fahrkartenautomaten bis zur Kaffeemaschine) für möglichst alle Menschen einfach und komfortabel zu gestalten. Dazu werde ich Ihnen/Euch einige gute Ideen aus Deutschland, Europa und Japan vorstellen.

Kurzer Lebenslauf

Thomas Bade ist eigentlich Diplom-Sozialarbeiter und Diplom-Sozialpädagoge.
Er ist von Beruf Heilerziehungs-Pfleger.
Seit seit vielen Jahren kümmert er sich um Universal Design.
Heute leitet er das Institut für Universal Desgin in München.
und ist unter anderem für die Organisation des UNIVERSAL DESIGN AWARD zuständig.
 
www.universal-design.org


12:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Austausch mit Sprecherinnen und Sprechern

In dieser Zeit können Sie mit Frau Sieghart oder mit Herrn Bade sprechen.
Sie können ihnen Fragen stellen.


12:30 Uhr bis 13:15 Uhr
Pause


Foto: 1a Zugang/ nueva Süd
Foto:atempo

13:15 Uhr
Teilhabe durch Digitalisierung

Frank Rumig und Martin Konrad, nueva

Weitere Informationen

Rückmeldung zu Angeboten für Menschen mit Behinderungen zu geben ist wichtig.
So kann die Qualität für die Angebote für Menschen mit Behinderungen verbessert werden.
Das ist für alle gut.
So ein Angebot kann zum Beispiel eine Betreuungs-Angebot sein.
Oder eine Assistenz.

Bei nueva werden diese Angebote überprüft.
So eine Überprüfung heißt Evaluation.
Das Besondere an nueva ist, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen diese Evaluation machen.

Wie gelingt eine möglichst hohe Beteiligung an einer Befragung?
Die beiden Experten von nueva erzählen Ihnen, 
wie man mit digitalen Anwendung mehr Teilhabe schafft.

Kurzes Lebenslauf von Frank Rumig

Frank Rumig arbeitet bei 1a Zugang Beratungs-Gesellschaft.
Herr Rumig beschäftigt sich seit 2015 mit dem Thema Nutzer-Evaluierung.
Im März 2019 hat den Abschluss zum nueva Evaluator gemacht.
Er arbeitet seit dem als Evaluator und Peer-Trainer bei nueva Süd.
Herr Rumig ist ein erfahrener Evaluator und hat sich schnell die Peer-Trainer-Rolle übernommen.
Flexibilität ist eine Anforderung und Stärke von ihm.
Die Einsätze finden zusammen mit Martin Konrad und den Kollegen*innen von nueva Süd schwerpunktmäßig im süddeutschen Raum statt.

Kurzer Lebesnlauf von Martin Konrad

Martin Konrad ist seit 2005 bei der CFS GmbH für den Fachbereich nueva verantwortlich.
nueva ist darauf spezialisiert, die Qualitätsentwicklung und Prüfung sozialer Dienste auf Peer-Ebene sicher zu stellen.
Im Rahmen seiner Tätigkeit betreut er das nueva Netzwerk mit seinen Partnerinnen und Partnern.
Er sorgt für die Erweiterung und Entwicklung.
Martin Konrad hat an der Karl-Franzens-Universität in Graz Pädagogik studiert.
Er war viele Jahre als Fachbereichs-Leitung, Projekt-und Qualitätsmanager für Dienstleister im sozialen Feld.
Ergänzend zu nueva arbeitet er aktuell an seiner Doktorratsarbeit zum Thema „Erfolgsfaktoren der Interessens-Vertretung für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen“.
Er ist als Dozent für Mitarbeitende im pädagogischen Bereich.


Foto: atempo

13:45 Uhr
Lasst uns endlich selbst bestimmen!
Nicht nur, welches Müsli wir essen. Auch, welche Texte wir lesen.

Walburga Fröhlich und Klaus Candussi, Co-Gründerin und Geschäftsführerin von atempo bzw. Co-Geschäftsführer 

Weitere Informationen

In unserer Zeit wird viel über Selbstbestimmung gesprochen. 
Zur Selbstbestimmung gehört Wahl-Freiheit. 
Wir können nur dann selbst bestimmen, was wir wollen, 
wenn es mehrere Möglichkeiten zum Auswählen gibt. 
Wenn es nur eine einzige Möglichkeit zur Auswahl gibt, 
können wir nur noch entscheiden, ob wir diese nehmen oder nicht. 
Das ist zu wenig für Selbstbestimmung.

Zum Beispiel: 
Im Geschäft gibt es nur eine einzige Müsli-Sorte zu kaufen. 
In dieser Sorte sind Rosinen drinnen. 
Du verträgst Rosinen nicht? 
Dann kannst Du nur noch entscheiden, dass Du das Müsli nicht kaufst. 
Schade eigentlich, oder?

Oft merken wir gar nicht, 
dass wir nicht wirklich wählen und selbst bestimmen können. 
Wir denken: „Das ist normal.“
In unserem Beitrag wollen wir darüber nachdenken, 
ob es auch anders sein kann. 

Kurzer Lebenslauf von Walburga Fröhlich

Sie beschäftigt sich mit Ideen und Projekten,
die zu einer selbstbestimmten Lebens-Führung von behinderten Menschen beitragen. 
Im Jahr 2000 gründet sie zusammen mit Klaus Candussi das Sozial-Unternehmen atempo.
Davor hat sie 10 Jahre Berufs-Erfahrung in der Entwicklung und Führung
verschiedener Projekte im Behinderten- und Erwachsenenbildungsbereich gemacht.
atempo gilt in Österreich als einer der führenden Player im Themenbereich Inklusion und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. 
Walburga Fröhlich ist

  • Ashoka Fellow
  • Vorstandsmitglied der „Sozialwirtschaft Steiermark für Menschen mit Behinderungen“ und
  • 1. Vorsitzende des „Social Entrepreneurship Netzwerks Österreich SENA“.

Kurzer Lebenslauf von Klaus Candussi

Er hat Musik-Wissenschaft studiert und arbeitete als Journalist.
Mit einem Studium an der WU Wien hat er verschiedene Organisationen der Behindertenarbeit geleitet.
Im Jahr 2000 gründet er gemeinsam mit Walburga Fröhlich das Sozial-Unternehmen atempo.
Er ist dort Co-Geschäftsführer. 
Klaus Candussi ist

  • Ashoka-Fellow und
  • Lehrbeauftragter der Universität Klagenfurt.

14:15 Uhr bis 14:45 Uhr
Austausch mit Sprecherinnen und Sprechern

In dieser Zeit können Sie mit Herrn Rumig und Herrn Kondrad oder
Frau Fröhlich und Herrn Candussi sprechen.
Sie können ihnen Fragen stellen.


14:45 Uhr
Abschlussmoderation und Ausblick


Foto: Anna Sperber

Moderation
Sabrina Weyh, Teamleiterin capito Nordbayern


Programm als PDF

Hier finden Sie das Programm als barrierefreies PDF zum runterladen

Programm barrierefrei

Anmeldung Fachkonferenz

Unser Angebot
Rummelsberger Diakonie